Beitrittserklärung
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Pro Mönchweiler e.V.
Obere Mühlenstraße 57
78087 Mönchweiler

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Die Gründung des Vereins Pro Mönchweiler e.V. vollzog sich aus einer Bürgerinitiative.

 

Wie kam es zur Gründung von Pro Mönchweiler e.V.?


Bis zum März 2009 hatte in Mönchweiler wohl noch keiner daran gedacht, diesen Verein zu gründen. Dann ging aber alles ganz schnell. Wir wollen aber chronologisch erzählen.
Der Gemeinderat beschloss im Juni 2006 eine Umwandlung des Gewerbegebietes Egert III in ein „eingeschränktes Industriegebiet“. Grund hierfür war die geplante Betiebsumsiedlung der Fa. Hezel auf die gegenüberliegende Seite der Straße.
Im November 2006 stellte die Fa. Hezel einen Bauantrag für das Gelände und einen Antrag auf eine Immissionsschutzrechtliche Genehmigung für das Werk 3. Unter vielen anderem wurde auch beantragt, 150 Tonnen gefährliche Abfälle konditionieren zu dürfen. In den Plänen war eine Konditionierungsanlage noch nicht aufgeführt.
Im Januar 2007 kam dieser Antrag vor den Gemeinderat. Die Gemeinderäte stimmten dem Antrag im vollen Umfang zu, auch der Konditionierung und der Lagerung von gefährlichen Abfällen.
Das Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis erteilte im Mai 2008 die immissionsschutzrechtliche Genehmigung zur Lagerung und Konditionierung von 150 Tonnen gefährlicher Abfälle PRO TAG.
Im Januar 2009 stellte die Fa. Hezel einen Bauänderungsantrag. Hierin ging um eine Ausnahme für die Waldabstandsfläche und um die Erhöhung der Kondtionierungsmenge von gefährlichen Abfällen auf jetzt 650 Tonnen PRO TAG. Der Gemeinderat stimmte in einer Sitzung diesem Vorhaben mit nur einer Gegenstimme zu. Die Tragweite dieses Bauänderungsantrages war zu diesem Zeitpunkt fast keinem klar.
Einigen Gründungsmitglieder wurde die Tragweite dieser Entscheidung bewusst. Es stellte sich schnell heraus, dass eine Konditionierung vereinfacht gesehen eine Vermischung von gefährlichen Stoffen in einer Anlage darstellte. Und das in einer Größenordnung von 650 Tonnen am Tag. Ebenfalls war zu diesem Zeitpunkt schon klar, daß eine derartige Anlage ca. 2 kg Feinstäube emittieren würde und zwar giftige. Schnell fanden sich 51 Bürger Mönchweilers zusammen.
Am 25.02.2009 trafen sich diese Bürger das erste Mal und schlossen sich zu einer Bürgerinitiative zusammen. Arbeitsgruppen wurden gebildet und es wurde beschlossen, die Bürger Mönchweilers zu informieren und eine Unterschriftenaktion gegen die geplante Feststoffkonditionierungsanlage zu organisieren. Es wurde vereinbart, die folgenden Gemeinderatssitzung zu besuchen und einen offenen Brief an die Entscheidungsträger zu verfassen.
Schnell wurde klar, dass ein loser Zusammenschluss von Bürgern die zu leistende Arbeit nicht koordiniert leisten konnte und das große finanzielle Anstrengungen nötig waren, diese Arbeit zu einem Erfolg zu führen. Das konnte nur auf die Schultern eines eingetragenen Vereins geladen werden.
Am 23.02.2009 fand die Gründungssitzung von Pro Mönchweiler statt. Der Verein wurde im Nachgang als gemeinnützig im Vereinsregister eingetragen. Der Zweck des Vereins bestand laut Satzung darin, die Belastung der Umwelt mit Emission und Immission jeglicher Art,
insbesondere durch die geplante Feststoffkonditionierungsanlage und den Betrieb bestehender Anlagen möglichst gering zu halten oder ganz zu verhindern.
Mit der Vereinsgründung wurde der zukünftigen Arbeit der vormaligen Bürgerinitiative eine belastbare Basis gegeben.